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ma 48

2004 wien

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der antharzitfarbene baukörper der neuen hauptwerkstätte der MA 48 setzt im umfeld des gründerzeitlichen betriebsbahnhofs hernals im ...mehr

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der antharzitfarbene baukörper der neuen hauptwerkstätte der MA 48 setzt im umfeld des gründerzeitlichen betriebsbahnhofs hernals im ansteigenden straßenzug nach der wattgasse ein signifikantes, jedoch keinesfalls plakatives, - städtebauliches und architektonisches zeichen. am areal des ehemaligen schlachthofes, in der zwischenzeit zum fuhrpark der MA 48 umfunktioniert, sollte nach abbruch einer nicht mehr funktionstauglichen bestehenden halle, nicht nur eine neue hauptwerkstätte errichtet, sondern dadurch gleichzeitig eine gewisse neustrukturierung des gesamtgeländes erfolgen.

das funktionale ensemble aus reperaturwerkstätte mit bürogeschoss und einer separaten prüfhalle mit membranvordach wurde in den bestehenden betrieblichen kontext gesetzt, wobei weder die maßstäblichkeit der Umgebung verletzt noch der fragwürdige versuch unternommen wurde, die industrielle nutzung mit dekorativen “formalitäten” zu verschleiern.

selbst die scheinbar starke formale geste der abgerundeten ecken, folgt nur den wendekreisen des verkehrsflusses. 

die plastische präsenz der beiden baukörper (stahlrahmenkonstruktion bzw. stahlbetonbau mit hinterlüfteter metallvorhangfassade) wird durch die flächenbündigen fensterbänder und die bekleidung mit samtig grauen kupfertitanzinkblechen verstärkt, und das geschwungene panoramafenster im obergeschoss der hauptwerkstätte sorgt im bereich des speisesaals für ungeahnten aussichtsreichtum. das riesige schaufenster ist bis zur attikaoberkante hochgezogen – dies ist eine präzise gesetzte “große geste”, die das gebäude nicht nur nobilitiert, sondern auch atmosphärisch bereichert. eingestellte rolltorboxen durchbrechen die flächenbündige homogenität der werkstätte, in deren erdgeschoss bis zu 18 MA 48-fahrzüge zur reparatur und reinigung abgestellt werden können. Über einem für Bürozwecke genutzten zwischengeschoss liegt der sozialbereich für ca. 150 bedienstete: mit garderoben, sanitäranlagen, aufenthaltsraum, einem bürotrakt und dem erwähnten panorama-speisesaal ist hier für das befinden der mitarbeiter bestens gesorgt. um den freiraum zwischen hauptwerkstätte und kleinerer prüfhalle bzw. der garageneinfahrt teilweise zu überdecken, wurde ein signifikant gefaltetes membrandach entwickelt, das dem gesamten ensemble eine zusätzliche leichtigkeit gibt.

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