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schweizer pavillon

2011 expo milano

…Ich trete ein durch ein Loch, es wird finster und kühl, viele Menschen neben mir bewegen sich im gleichen Strom in dieselbe Richtung. Es ist wie ein Tunnel in eine unbekan­nte Welt. Projektionen umgeben mich und machen mich neugierig darauf, was mich weiter erwartet. Als ich weiter­gehe, ...mehr

…Ich trete ein durch ein Loch, es wird finster und kühl, viele Menschen neben mir bewegen sich im gleichen Strom in dieselbe Richtung. Es ist wie ein Tunnel in eine unbekan­nte Welt. Projektionen umgeben mich und machen mich neugierig darauf, was mich weiter erwartet. Als ich weiter­gehe, wird die Luft immer feuchter, ich spüre kleine Was­ser­tropfen in meinem Gesicht. Neugierig schaue ich nach vorne, im Dunkeln kann ich langsam ein Glitzern erahnen. Nach ein paar Metern biegt der Tunnel plötzlich ab und als ich um die Ecke trete, öffnet sich der Raum vor mir und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich soeben noch in einem finsteren Tunnel war. Ich sehe auch, was das geheim­nisvolle Glitzern verursacht hat: Vor mir liegt ein glas­klarer See. Durch eine Öffnung fällt Licht in den großen Innenraum, das vom Wasser in alle Rich­tun­gen reflektiert wird. In manchen Bereichen ist der See kaum er­kennbar, so sehr spiegelt die Oberfläche und re­flek­tiert die Umgebung. Auf einmal fällt mir auf, dass das, was ich sehe, gar nicht nur Reflexionen des Innenraumes und der Menschen im Pavillon sind, sondern verschiedene Bilder und Filmsequenzen aus dem See selbst entstehen. Ich bleibe stehen und tauche ein in die Erzählungen des Sees. Alles vermischt sich, die Landschaft, der See, die Geschich­ten - und ich mittendrin. Als ich mich wieder los­reißen kann, weiß ich nicht, ob Minuten oder Stunden ver­gan­gen sind…

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öffentlich / urbankultur / bildungausstellung / design